Mittwoch, 20. September 2017

Franziska Lange ✨✨ Interview & Buchvorstellung

Heute haben wir bereits den 
20. #SADtember 
und es geht so langsam in den Endspurt.




Bevor ich heute ein neues Interview mit einer sehr netten Autorin präsentiere erstmal ein paar kleine Fakten ihr derzeitiges Buch und über Sie selbst!




Quelle: SADwolf-Verlag
Das Aquarium
von Franziska Lange

220 Seiten

Taschenbuch
ISBN 978-3946446262                           12,99

Ebook
mobi ISBN 978-3-946446-28-6
ePub  ISBN 978-3-946446-27-9              5,49


Eine Geschichte im Schatten der Großstadt über Nähe und Isolation, Anonymität und Freundschaft, Selbstentfremdung und Selbstfindung.





Man könnte sagen, George ist ein Mensch des 21. Jahrhunderts. Der Webdesigner verbringt 18 Stunden täglich vor dem Computer, kommuniziert per E-Mail, hat drei Fernseher gleichzeitig laufen und vereinbart Termine per WhatsApp. Aber: George ist ein Einsiedler.

Er lebt und arbeitet in seinem Hamburger Loft in selbstgewählter Isolation. Der Outsider hat seit Jahren das Haus nicht verlassen, er leidet unter Panikattacken und führt Selbstgespräche. Seine besten Freunde sind Amazon Prime und sein Kater Dr. Van Helsing.

In sein abgekapseltes Dasein platzt ein schrulliger Mitbewohner; das Letzte, was der Eremit gebrauchen kann. Lebenskünstler Paddy bringt Georges kleine Welt und sein autistisches Überlebenssystem komplett durcheinander – und dann ist da noch das trinkfreudige Pizzagirl Vivian, das ihn, den trockenen Alkoholiker, schmerzlich an seine Schwester Betty erinnert …



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Franziska Lange

»Wenn die Seele bereit ist, sind es die Dinge auch.«

~ William Shakespeare

Franziska Lange wurde 1972 geboren. 

Sie arbeitete als Journalistin bei Welt am Sonntag, TV TODAY & TV SPIELFILM. Außerdem war sie als Grafikerin für diverse Agenturen tätig.

Im Jahr 1999 begann Sie ihr Schaffen als freie Autorin.

Das erste Kapitel ihres Buches »Das Aquarium« wurde mit dem Literaturpreis des Hamburger Lion’s Club 2003 ausgezeichnet. 

Im November 2016 erscheint »Das Aquarium« im SadWolf Verlag.


Quelle: Radwolf Verlag



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Hallo Franziska,
wenn ich ehrlich bin habe ich im Internet nicht besonders viel über dich gefunden, außer einer kurzen Biografie auf Amazon oder im Sadwolfverlag zu dir und zu deinem Buch.

Deshalb würde mich in erste Linie mal interessieren wer du bist 😀
Magst du mir vll einen kurzen Steckbrief zu dir geben:


Lieblingsfarbe: Schwarz
Lieblingsmusik: Klassik (Bach, Mozart, Chopin), Jazz (Miles Davis, John Coltrane)
Lieblingsbuch: Sturmhöhe“ (Ch. Brontë); „Schuld und Sühne“ (F. Dostojewskij); „Betty Blue“ (P. Djian), „Michael Kohlhaas“ (H.v. Kleist)
Lieblingsautor: Philippe Djian, J.W.v.Goethe, Heinrich Heine, Emily & Charlotte Brontë, Fjodor Dostojewskij, Maxim Gorki
Lieblingsstadt: St. Petersburg, New York, San Francisco, Hamburg, Berlin, Amsterdam
Lieblingstier: Katze, Löwe, Tiger, Panther, Schildkröte, Gürteltier, Faultier

Was magst du: Bücher, Schlafen, Denken, Filme, Serien, alternative Lebensstile.
Was magst du nicht: Alpträume, Schmerzen, Schlaflosigkeit, Essstörungen,  Intoleranz.


Da ich in der kurzen Biografie gelesen habe, dass du bereits für Verlage tätig warst, würde mich interessieren ob „das Aquarium“ dein Debüt ist und ob es andere Bücher von dir gibt?

Ich habe als Journalistin gearbeitet, „Das Aquarium“ ist mein einziger vollendeter Roman (habe noch ein paar angefangene in der Schublade). 
Ansonsten habe ich, wie so viele Autoren, jede Menge Kurzgeschichten, auch in der Schublade... einige unrühmliche Kurzromane unter Pseudonym.


Warum so eine Geschichte eines Einsiedlers in Form von George? Was war dein Gedanke, der Hintergrund zu einem Hauptcharakter, der in einer Großstadt irgendwie trotzdem allein ist?

Der Roman hat teilweise autobiografische Züge (ich habe einen Seelenverwandten, dessen Lebensweise mich zu dem Thema inspiriert hat). Aber das ist ja bei vielen Erstlingswerken so.




Vielen lieben Dank!


Dienstag, 19. September 2017

Kerry Greine ✨✨ Interview & Buchvorstellung






Heute möchte ich euch zwei Ebooks aus der Feder von Kerry Greine vorstellen!
Außerdem: Ein Interview der Protagonisten Siena & Antonio

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die Ebooks

Quelle: Amazon




Nur noch wenige Tage für 99 Cent, 

dann 5,99 Euro!


Exklusiver Sammelband mit den Liebesromanen „Eine Chance für die Zukunft“, „Hoffnung am Horizont“, „Stumme Verzweiflung“ und „Cappuccinoliebe“.









Eine Chance für die Zukunft
Nach Jahren steht Annie plötzlich ihrem ersten und einzigen One-Night-Stand Colin gegenüber und ist wie erstarrt. Sie fühlt sich zurückkatapultiert in diese eine gemeinsame Nacht. Trotz allem, was seit damals geschehen ist, knistert die Spannung zwischen ihr und Colin und sie kann den aufkommenden Gefühlen für diesen gut aussehenden Mann nicht widerstehen … 

Hoffnung am Horizont
Jules kehrt völlig ausgebrannt aus Japan zurück ins heimische Boothbay Harbor. Hier will sie ihr Leben neu ordnen und endlich zur Ruhe kommen. Doch schon der Rückflug verläuft nicht nach Plan und kostet sie fast die letzten Nerven. Als sie dann auch noch mit einem unverschämten Macho zusammenstößt, hat sie endgültig genug. Sie ahnt nicht, dass das Schicksal ihr bereits am nächsten Tag genau diesen Mann ins Leben schubst … 

Stumme Verzweiflung
Christopher erfüllt sich seinen größten Traum. Er verkauft seine IT-Firma in Boston und zieht nach Boothbay Harbor auf ein altes Gestüt. Immer wieder sieht er dort am nahegelegenen Waldrand eine engelsgleiche Frau, die ihn in bisher nie gekannter Weise fasziniert. Völlig zurückgezogen lebt sie allein in einer heruntergekommenen Hütte, weitab der Zivilisation. Mit jedem Tag fühlt er sich mehr zu der einsiedlerhaften Unbekannten hingezogen, bis ein weiterer Schicksalsschlag die beiden näher zusammenführt, als Chris je zu hoffen gewagt hätte … 

Cappuccinoliebe

Monatelang war Jesse für Lane nur ein Stammkunde in ihrem kleinen Coffeeshop in Boothbay Harbor. Sie hat von Männern die Nase voll und mehr als ein belangloser Flirt über den Tresen kommt für sie nicht in Frage. Dennoch kommt sie nach einem kleinen Missgeschick nicht umhin, ihn zu bemerken. Jesse weckt Gefühle und Sehnsüchte in ihr, die sie nie wieder empfinden wollte, denen sie aber nicht entfliehen kann …




Quelle: Amazon 







Nur noch wenige Tage für 99 Cent














Pasta, Vino und viel Sonnenschein – das ist es, was Sienna vorschwebt, als sie in den Urlaub nach Italien fährt.
Sie hat die Nase voll von ihren überbesorgten Eltern, schließlich ist sie erwachsen und kann gut auf sich selbst aufpassen. 
Unterwegs lernt sie den Fotografen Tino kennen. Das leichte Flair des Südens lässt die beiden den Alltag vergessen und die Funken zwischen ihnen sprühen. 

Doch was verschweigt Tino? Warum ist er manchmal so abwesend und nachdenklich? 

Durch einen unerwarteten Anruf erfährt Sienna, was Tino ihr zu verheimlichen versucht. Ihr Vertrauen in ihn und ihre Liebe ist zerbrochen. 
Sind Sienna und Tino bereit, füreinander zu kämpfen? 
Oder reichen drei Wochen nicht für ein ganzes Leben?



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Das Interview

Ich freue mich sehr, dass ihr beiden euch bereit erklärt habt mir ein kleines Interview zugeben.

Ihr beiden seid die Hauptprotagonisten in Kerry Greine neuen Romans „Drei Wochen und ein ganzes Leben“, wie findet ihr die Erfindung eurer Figuren von Kerry?

> Kerry hat uns genau so erfasst, wie wir wirklich sind. Von daher – alles super so!

Sienna, bei dir geht es darum das du dich gerne selber finden, dich abkapseln möchtest von deinen Eltern. Dafür machst du den Trip nach Italien, war die Reise deine Idee oder die von Kerry? Ich meine wer von euch beiden hatte die größere Lust dazu?

> Ich denke, wir waren uns da einig. Ich weiß nicht mehr, wer auf die Idee kam, aber da Kerry schon öfter in Italien war und die Familie meines Vater daher stammt, war es für uns beide eine aufregende Reise in ein wundervolles Land!

Tino, du bist ja so der typische Mädchenschwarm. Was gefiel dir denn am Sienna am besten?

> Ich selbst sehe mich gar nicht so als Mädchenschwarm. Ich bin einfach nur ich selbst. Was mir an Sienna am besten gefiel … Ich kann es gar nicht so genau sagen. Sie ist einfach wunderschön, hat einen tollen Sinn für Humor. Sie ist sensibel, sie ist stark, weckt aber trotzdem meinen Beschützerinstinkt. Es ist einfach das Gesamtpaket, in das ich mich verliebt habe. Sienna ist meine absolute Traumfrau!

Sienna, du hast italienische Wurzeln, konntest du Sie denn zum Teil für dich in Italien finden?

> Oh ja, auf jeden Fall! Ich habe auf Sizilien eine großartige Zeit verbracht und lernte die Vergangenheit meines Vaters und meiner Großeltern dort kennen.

Tino, woher genau aus Italien kommst du? Wie müssen wir uns deine Kindheit vorstellen? 

> Ich glaube, was meine Vergangenheit angeht, schweige ich lieber – ich möchte denjenigen, die unsere Geschichte noch nicht kennen, ja nicht die Spannung nehmen! ;-)

Sienna, als du Tonio kennengelernt hast wusstest du da sofort das es der richtige für dich ist?

> Sofort nicht, nein, ich dachte, er wäre ein netter Urlaubsflirt. Aber es hat nicht lange gedauert, da wurde mir klar, dass er viel mehr für mich ist. Dass ich mich wirklich in ihn verliebt habe.

Wenn ihr beide die Geschichte verändern könntet, würdet ihr es dann nochmal machen?

> Tino: Ich würde in einem ganz bestimmten Punkt anders handeln, als ich es getan habe. Aber welcher Punkt das ist, wird nicht verraten.

Was hätte eurer Meinung nach Kerry anders machen können?

> Sie hätte uns vielleicht ein wenig früher unser Happy End gönnen können – aber das wäre für die Leser unserer Geschichte sicher langweilig geworden. ;-)

Antonio, du hast ja in dem Roman ein Geheimnis. Würdest du uns erzählen wollen, worum es dabei geht?

> *lach* Nein, dazu schweige ich … ;-) Lest es selbst!

Sienna, werdet ihr beiden im Buch ein „Happy End“ haben?

> Zum Glück schreibt Kerry keine Geschichte ohne Happy End, von daher … Ja! Es gibt ein Happy End.

Ihr seid ja beide noch wahnsinnig jung, werden wir in der nächsten Zeit nochmal was von euch hören?

> Das könnte passieren! Nicht mehr in diesem Jahr, aber vielleicht irgendwann.

Sienna, wenn du statt Antonio ein Schauspielkollege an deiner Seite hättest haben können, wen hättest du von den bekannten Jungs dann genommen?

> Ich denke, Alex O`Loughlin wäre ein Kandidat. Ja, da ist auch eine gewisse Ähnlichkeit zu Tino vorhanden.

Antonio, für dich die gleiche Frage, wer hättest du gerne an deiner Seite gehabt?

> Sienna sieht ein bisschen aus wie Schneewittchen – der Vergleich stammt von einem süßen kleinen Mädchen, und ich finde, die Kleine hat recht! Von daher … Lily Collins – nur dass Sienna blaue Augen hat.

In welchen Film hättet ihr gerne mitgemacht?

> Wir stehen beide nicht gern vor der Kamera, also … in gar keinem. ;-)

Eine letzte Frage an euch beide, hätte ihr gedacht, dass ihr je zusammen in einem Buch die Geschichte erzählt?

> Wir haben uns ja erst im Buch kennengelernt, von daher … Nein. ;-) Aber wir freuen uns sehr, dass Kerry und in ihrem Buch quasi miteinander verkuppelt hat.



Vielen Dank für das tolle Interview



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Weitere Bücher der Autorin:

Eine Chance für die Zukunft – wenn alles verloren scheint
Hoffnung am Horizont – wenn alles verloren scheint
Stumme Verzweiflung – wenn alles verloren scheint
Cappuccinoliebe 
Ein Tropfen Liebe ...
Wie eine Spur im Sand 
Wenn der Mond am Himmel steht 
Schmetterlinge tanzen nicht für Millionäre

Sowie die gemeinsam mit Ben Bertram geschriebenen Bücher: 
Dauerschleife ins Herz 
Schuhding ins Glück 
Kartoffelkäfer und Himbeergeist
Salz auf deinen Lippen
Tränen auf deinen Wangen 
Lieblingszicke - wenn Sylt erinnert
Kuschelkeks und Schneegestöber
Flausen im Kopf, Waldschrat im Herzen 
Millionär wider Willen - gestrandet in Hamburg

Liebesperlen-Reihe:
Coffeegirl meets Mr Hot & Sexy
Crazy desire - Liebesrausch auf Sylt 
Eiskalt und saunaheiß
Forever You and Me





Sonntag, 17. September 2017

Vivienna Norna ✨✨ Interview, Teil 2











Jetzt ist es an der Zeit euch zu präsentieren, was Caylor mit gebracht hat!

Ich finde es sehr persönlich und bin ihr unendlich dankbar für ihre Offenheit. Aber les selbst:





EINTRAG AUS DEN MEMOIREN DER CAYLOR 
Dies wird der erste und letzte Eintrag meines doch eher armseligen Memoiren.
Ich führe eigentlich keine, doch die gegebenen Umstände bewegen mich dazu, zumindest jene geschichtlichen Ereignisse festzuhalten, die womöglich nie gelesen werden und doch von großer Bedeutung für die Nachwelt sein könnten. Vorausgesetzt es wird eine existieren, denn es wird womöglich niemand mehr da sein, um die Aufzeichnungen zu studieren. 
Doch ich schreibe dies aus der Hoffnung die mir noch bleibt, sollte mir das gelingen, was ich zu beabsichtigen versuche. Aber beginnen wir mit dem Anfang.
Ich war noch sehr jung als wir sie zum aller ersten Mal sahen. Sie waren anmutige Geschöpfe und groß. Sie hatten schwingen, wie wir aber sie waren keine Engel, denn Engel haben keine Hörner die ihnen aus dem Schädel wachsen.
Aber sie waren friedlich und lebten mit uns. Sie waren mächtig. Mächtiger als die meisten von uns, doch wir fürchteten uns nicht, denn sie waren wie wir, nur anders. Und genau dieses Vertrauen wurde letzten Endes zu unserem Verhängnis. 
Ich war noch jung, kaum alt genug um zu begreifen, was es bedeutete, plötzlich eine ganz neue Spezies um sich zu haben, die uns weit überlegen war.
Was in in den Augen meines Vaters, dem Beschützer und Hüter unseres Volkes, Gefahr und Vorsicht bedeutete, war in meinen Augen einfach nur jemand neues. 
Als ich Elix zum ersten mal begegnete, hatte er sich unter einen Baum zusammengekauert. Die anderen Kinder im Hort mieden ihn. Sie fürchteten ihn und das was er nicht war. Er war ein schöner Junge und seine Flügel waren dunkel. Das ließ ihn machmal etwas düster wirken zusammen mit seinem Gesicht, dass nie lächelte. Doch ich sah in ihm kein Monster so wie die anderen, also beschloss ich eines Tages, mich zu ihm unter den Baum zu setzten. Er rückte etwas von mir weg und behielt seine Abgeschottete Haltung bei.
Ich sah auf seine kleinen Ansätze hinaus die an seinem Schädel zu sehen waren. Die Lockt seiner Haare verbargen sie die meiste Zeit, doch wenn er den Kopf o gesenkt auf seinen Knien abgelegt hatte, waren sie deutlich zu erkennen. Wie hypnotisiert startet ich auf die kleinen Hügel, in denen ich feine Muster zu sehen glaubte und erkannte zu spät das ich die Hand nach ihnen ausgestreckt hatte. Elix hob ruckartig den Kopf, doch anstatt mich anzubrüllen wie ich es erwartet hatte nahm er meine Hand und zog sie weiter, bis meine Fingerspitzen die Hörner berührten. Sie waren kalt, aber die Struktur die ich zu sehen geglaubt hatte war tatsächlich spürbar, wie kleine Rillen. Als ich die Hand wieder sinken ließ betrachtete er mich mit wachsamen Augen. 
Das war der Beginn einer wachsenden Freundschaft, die es so bisher nie gegeben hatte. Ich, die Tochter Michaels, dem Beschützer der Engel und der Junge mit den Hörnern. Doch wir sahen in uns nicht die Rollen die man uns zusagte. Wie mochten einander und verstanden den anderen auf seine Weise. 
Die Wochen vergingen und jeden Tag wenn er ging, verabschiedete ich ihn am Tor. Meist war es sein Bruder der ihn holen kam. Die anderen Kinder nannten ihn den schwarzen Krieger und fürchteten sich vor ihm. Sein Name passte zu ihm. Seine Flügel, seine Kleidung und seine Haar die ihm bis auf die Schulter reichten, waren schwarz. Seine Kleidung ähnelte den Gewändern der Andras. Alte greise Engel, die ständig in den alten Büchern studierten und vorgaben allwissend zu sein.
Wenn ich heute zurück denke, würde ich sagen, das die Kinder Angst vor seinen Hörnern und seinem durchdringenden Blick hatten. Hörner mit Schwarzen Ornamenten auf Steingrauem Untergrund und dunkelgraue Augen mit weißen Sprenkeln. Er und sein Bruder waren sich in keiner Weise ähnlich. Sie schienen wie Tag und Nacht, doch in einem Punkt glichen sie sich. Sie waren immer ernst und lächelten nur selten. Vielleicht fand ich ja gerade diese Eigenschaften der beiden interessant, doch wie viele Stunden wir auch miteinander verbracht hätten und wie viel Spaß ich ihnen auch hätte schenken können, so hätte ich das Unheil zu diesem Zeitpunkt niemals verhindern können. Ich war einfach zu machtlos. 
Es war ein Tag wie jeder als ich das erste Mal am eigenen Leib erfuhr, was es hieß angst zu haben. Ich war Zuhause und wartete bereits ungeduldig auf Elix. Er hatte mir versprochen vorbeizukommen und eine Höhle zu bauen, doch noch als ich ihn durch das Gatter treten sah wusste ich das etwas nicht stimmte.
Sein Gesicht war kalk weiß. Mit schnellen Schritten ging er an mir vorbei und zog mich mit sich. Wir gingen direkt in mein Zimmer, wo er die Tür schloss und einen prüfenden Blick aus meinem Fenster warf, bevor er die Vorhänge zuzog.
„Was ich dir jetzt sagen werde, ist kein Täuschung.“ Seine Stimme klag erwachsener als ich es je von ihm gehört hatte und jagte mir angst ein. Er trat näher an ich heran, bis er nur noch wenige Zentimeter von meinem Gesicht entfernt war.
"Sie wollen euch töten. Euch alle. Ich weiß nicht wieso oder wer dahinter steckt, aber er hat eine Menge um sich geschart und sie folgen ihm. Sie werden jeden einzelnen von euch jagen, bis der letzte von euch tot ist. Ihr müsst fliehen.“
Das waren die letzten Worte die Felix an mich richtete bevor er für immer spurlos verschwand. Ebenso wie sein Bruder Chrono. 
Ich brauche nicht zu erwähnen, das ich meine Eltern warnte und ihnen von Felix und Chronos Verschwinden berichtet hatte, doch sie sahen in mir ein Kind. Bis zu jenem Verhängnisvollen Tag, wo alle Wesen Urplötzlich verschwanden und mit geballter Kraft einschlugen wie eine Bombe….