Sonntag, 13. August 2017

Marie Weißdorn ✨✨ Tochter der Träume II






Quelle: Eisermann Verlag

Tochter der Träume II
                             - dunkler König

von Marie Weißdorn

460 Seiten

Taschenbuch
ISBN 
978-3-96173-014-8               12,90 €

Ebook
  • ASIN B072N9GKTC                          3,99 €








aus einer Trilogie sind
zwischenzeitlich vier Teile geworden!


Rezension
zu Band 1

















Leyna und ihre Begleiter haben Zuflucht im Palast des Widerstandes gefunden. Jeden Tag lernt Leyna hier mehr über ihre Kräfte, jeden Tag schöpfen die Menschen um sie herum neue Hoffnung.
Nun aber muss sie mit ihren Gefährten Tarin, Urs und der Lichtlenkerin Alessa den Norden verlassen, um bei einem neuen Lehrmeister das Erschaffen lebendiger Illusionen zu lernen.










"Komm schon, erzähl es mir. Ich habe bei eurem Tanz nicht weggesehen, also sag mir die Wahrheit. Schon seit langer Zeit hat niemand mehr so lange getanzt."
"Was hat es denn zu bedeuten, wie lange wir getanzt haben?"
Ales verdrehte die Augen. "Leyna, so etwas musst du doch wissen! Je länger man miteinander tanzt, desto besser passen die Magien zusammen. Und bis zum Ende ist schon seit Ewigkeiten niemand mehr zusammengeblieben. Vor mir stand nicht einmal jemand, als ich die Augen geöffnet habe!"
24%



"Manchmal wünschte ich, er hätte mich niemals gerettet." Sie sah zu Ronor und erkannte Überraschung in seinen Augen.
"Ja, er hat mir seine Gestalt gezeigt. Ja, er hat mir das Leben gerettet und ja, er hat mir das Kämpfen beigebracht - aber er hat mich mehr verletzt, als jeder Soldat es gekonnt hätte." Und damit stand sie auf und ging.
59%



Mit ihrem Atem beschleunigten sich auch ihre Schritte und doch wollten ihr die Beine ihren Dienst versagen. "Ich will mich von dir feenhaften, so wie du es verlangst, aber ich kann nicht ohne dich sein. Ich will dich nicht verlieren, aber dich ... dich zu lieben, hat mein Herz gebrochen." Ihre Stimme wurde immer leiser. "Ich kann es mir nicht leisten, dich weiter zu lieben", flüsterte sie. "Ich muss meine Aufgabe erfüllen und ... auch wenn ich eine andere Möglichkeit finden könnte, du ... all das hält mich von dem ab, was ich tun muss. Ich kann einfach nicht mehr. Es ... es wird einfacher sein, wenn ich dich nicht mehr liebe. Ich kann nicht mehr dagegen ankämpfen. Dafür bin ich nicht stark genug. Ich muss ... dich loslassen."
72%



"In dieser Bibliothek", sprach der Wächter ungerührt fort, "wird die Geschichte Mirandors festgehalten. Die Stränge der Magie finden ihren Ursprung tief im Herzen dieser Erde, durch sie existiert diese Bibliothek wie alles andere auch. Hier wird jede Veränderung, jedes Ereignis festgehalten. In diesem Moment füllt sich eines der unzähligen unter uns liegenden Bücher mit unserem Gespräch. Ein anderes füllt sich gerade mit dem Streit, den der, der sich König nennt, soeben führt. Ein sehr interessanter Wortwechsel übrigens. 
Jeder Moment wird niedergeschrieben. Die Bücher dieser Bibliothek bewahren uns und unsere Taten, sie bewahren das Vergangene."
78%







Ziemlich nahtlos geht es hier im zweiten Teil der "Tochter der Träume" weiter. 
Es ist nicht viel Zeit vergangen und wir befinden uns fast direkt am Ende des ersten Teils wieder seitdem nicht nur in der Gegenwart nur wenige Wochen vergangen sind.

Dieser Aspekt schien mir hier sehr von Vorteil da die Geschichte noch sehr präsent für mich ist und ich direkt einsteigen und weiterlesen konnte. Den so weiß ich noch genau mit welchem Knistern ich es in der Luft zu tun habe sobald ich auf Leyna oder Sinan treffe - ich weiß noch das Urs der vorlauter aber recht witzige und direkte Varnier ist und auch Talin unser Priesterjunge ist mir noch sehr gut im Gedächtnis geblieben.



Leyna ist ein Charakter der bereits im ersten Teil an ihrer Aufgabe wächst. Hier allerdings fordert sie sich regelrecht selbst heraus und versucht über ihre Grenzen hinweg so schnell wie möglich ans Ziel zu gelangen. Sie fordert sich verbissen und geht bis ans Ende ihrer Kräfte. Und sie macht Fortschritte - immer mehr und mehr kann sie ihre Magie lernen, fühlen und benutzen bis es ihr selbstverständlich in Fleisch und Blut übergeht. Nur ihre Herzensangelegenheit, mit denen steht sie auf dem Kriegsfuss und schafft es nicht sie zu kontrollieren. Und als dann auch noch ungewöhnliches so gewöhnlich erscheint - Sivan sich zurückzieht und ihr somit keinerlei Angriffsfläche bietet scheint es so als wäre genau das, was sie zum scheitern bringt.
So kennt man unsere Leyna gar nicht und es schockte mich etwas, da nicht schon bewusst war das sie ihr Herz verloren hat - aber das es so schlimm ist ...

Sivan hingegen scheint es nichts auszumachen, Leyna die kalte Schulter zu zeigen und sich ihr zu entziehen. Aber die Kapitel die wir aus seiner Sichtweise lesen dürfen zeigen uns, das es der klassische Mann ist der keine Gefühle zulassen kann und nicht möchte. Nur kann er dieses Spiel ewig spielen? Kann er ihr wirklich aus dem Weg gehen trotz der Anziehungskraft die über beide herrscht und sie zu kontrollieren scheint?



Hier hat mich die Autorin doch sehr überrascht. Nicht, weil sie ein liebendes Paar in die Geschichte eingebaut hat, die so wie es scheint keine gemeinsam Zukunft zu haben. Sondern weil sie diese Gefühle sehr gut transportiert.
Egal ob es Liebe, Sehnsucht, Wut, Zorn oder Hass war - es wurde von mir tatsächlich empfunden. Aber mit der Emotion Verzweiflung hat sie mich wirklich überwältigt.
Dieses Empfinden das schirr keinen Ausweg kennt und dich zu taten verleitet über die man nur den Kopf schütteln kann wurden hier so toll rübergebracht das ich nicht nur einen Knoten im Hals hatte sondern auch feuchte, schwitzige Hände.

Ausserdem ist die Geschichte so vielschichtig, dass sie aus mehreren Perspektiven erzählt werden muss, was Sie auch tut.
Wir lernen Mirandor und ihre Prophezeiung hauptsächlich zwar aus Leyna ´s Augen kennen indem sie uns ihre Geschichte erzählt, sondern auch Sivan darf seine Sichtweisen zu Papier bringen. Und da es zu guter Letzt natürlich auch um die Sichtweise eines bösen Königs und seinem Heer geht, lernen wir auch aus den Augen von Lodon um was es eigentlich wirklich geht. 
Lodon hat hier in dem zweiten Teil - zum Vorteil für mich- nur einen kleinen Teil des Buches eingenommen, was mich sehr gefreut hat da er mir nicht unbedingt sympathisch in Erinnerung geblieben ist. Allerdings muss ich meine Meinung über ihn zumindest etwas positiver entgegenbringen, da er hier im zweiten Teil doch eigentlich sehr positiv rüber kommt.
Ein neuer Darsteller zeigt sich in der rechten Hand des Königs namens Dranoel. Er überrascht mit seiner Präsenz und seinem eigentlichen Charakter. Hier versteckte sich für mich eine weitere Überraschung der Autorin für mich!
In Alessa haben wir eine weitere Wegbegleiterin die doch sehr positiv wirkt und zu Leyna´s Freundin und Weggefährtin wird. Sie als Lichtlenkerin kann noch einmal sehr von nutzen sein wenn es irgendwann in den Kampf gegen den König geht ....

Und da habe ich auch schon das Stichwort genannt - wann?

Liebe Marie, wann geht es weiter?

Denn nachdem im ersten Teil das Ende des Buches doch sehr stimmig abgerundet war und man hätte warten können - so kann man es hier definitiv nicht!
Dieses Ende das zweiten Teils ist böse - wie ein dichter schwarzer Nebel der sich um das Ende gelegt hat nehme ich hier erstmal Abschied aus Mirandor und hoffe das wir uns bald wiedersehen!





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Sonntag, 6. August 2017

Sara Hill ✨✨ Das Heulen der Wölfe







Quelle: Bookshouse

Das Heulen der Wölfe
von Sara Hill


EBook
ePub: 978-9963-53-721-1
Kindle: 978-9963-53-722-8
pdf: 978-9963-53-720-4 


                                                          4,99 €


Vielen Dank an den Verlag & die Autorin zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplars





In einer nicht allzu fernen Zukunft existieren zwei dominante Spezies: Menschen und durch Tiergene veränderte Wandler. Caleb Johnson, der Anführer des Wolfsrudels, ist auf der Flucht und die Menschenfrau Loan Green ihm dicht auf den Fersen. Doch als die beiden in der Wildnis Nordamerikas stranden, sind sie zur Zusammenarbeit gezwungen. Je näher ihr Caleb kommt, desto mehr zweifelt Loan an seiner Schuld. Hat er wirklich Frauen grausam ermordet? Und warum zieht dieser Mann sie fast magisch an? Kann sie ihren Instinkten überhaupt noch vertrauen?










Meiner Meinung nach ein wirklich gelungenes Buch, es war für mich das erste richtige Fantasy Buch mit Gestaltenwandler. Die Geschichte hat mich wirklich gefangen, was ich nicht gedacht hätte.
Das Cover passt wirklich sehr gut zur der Storyline und gibt eigentlich den zwei Hauptcharakteren ein Gesicht.
Es geht um Caleb ein sog. Wolfsmensch kann man sagen und die Jägerin Loan. Caleb wird als Serienmörder gesucht, schon nach dem ersten kennenlernen kann sich Loan seiner animalischen Anziehungskraft nicht entziehen und fängt an zu zweifeln ob er wirklich der Gesuchte sein soll. Wie soll man jemanden Vertrauen der getötet haben soll?
Was ich sehr schade finde ist, dass scheinbar noch kein Lektor das Buch gelesen hat. Da leider viele Fehler vorhanden sind und auch das die Satzstellung manchmal zum Wünschen übriglässt. Es gibt auch einige Sätze wo ich persönlich finde, dass sie falsch positioniert ( zum Teil zu derbe im Ausdruck).