Donnerstag, 20. Oktober 2016

Susanne Leaders ✨✨ Angelsfall


Quelle: SusanneLeuders

Angelsfall
von Susanne Leaders


Taschenbuch
ISBN 978-3943596908             13,90

Ebook
ASIN B01AC4FOSQ                   4,99
























Die siebzehnjährige Amelie von Engelsbach hat alles, was man für einen Start in ein vermeintlich erfolgreiches Leben braucht: Ein finanzstarkes Elternhaus, das ihr neben dem traditionsreichen Namen eine exzellente Ausbildung garantiert und die Tür zur Welt der Schönen und Reichen öffnet.
Nach einem Unfall gerät Amelies Welt allerdings vollkommen aus dem Ruder und sie verliert sich in einer selbst gewählten Isolation.


Von Angel:
„Ab und zu starre ich auf diese Buchstaben an der Wand im Mädchenklo und weine ohne Tränen in mich hinein.“

Amelie nennt sich aber lieber Angel, läuft mit Second-Hand-Klamotten herum und rebelliert, wo sie nur kann. Dementsprechend herrscht zu Hause ständig dicke Luft. Völlig allein gelassen bringt sie sich selbst immer wieder in gefährliche Situationen.

Von Angel:
„Wenn ich da morgens liege und mir vor Angst das Adrenalin durch den Körper jagt, dann spüre ich wenigstens für einen kleinen Augenblick, dass ich noch lebe …“

Im Internet lernt sie Striker kennen, mit dem sie täglich chattet. Er gibt ihr Halt und wird zu ihrem einzigen Freund. Als sie während eines Treffens erfährt, wer wirklich hinter diesem Nickname steckt, droht auch diese Freundschaft zu zerbrechen.

Von Striker:
„Pffff, was soll ich dazu sagen? Angel, jetzt mal ehrlich! Findest du nicht, dass das ein bisschen krank ist?“

Doch dann erschüttert die nächste Katastrophe Amelies Leben und ihr wird klar, dass sie außer Striker niemanden hat, der zu ihr steht.
Der Junge hat allerdings seine eigenen Probleme. Auch er verbringt einen Teil seiner Freizeit im Internet. Dort gerät er an einen ziemlich üblen Typen, der ein Spiel vorschlägt, das nicht nur Striker in höchste Lebensgefahr bringt.

Du oder ich, Striker? Wir sind die Letzten …“
















An der nächsten Ecke zog sie mit einer Hand die Kapuze ihres Sweatshirts weiter ins Gesicht. Als sie mit der anderen ihre gefütterte Lederjacke oben am Kragen zusammenraffte, hielt sie vor Schreck inne. 
Schritte.
Leise genug, um von ihren eigenen Atemgeräuschen überdeckt zu werden, doch immerhin so laut, dass ihr ein eisiger Schauer über den Rücken rieselte.
Sie näherten sich von hinten.
Seite 28


Er wartete auf ihre Antwort, doch da war diese eine Sache, die sie maßlos verwirrte und die sie in diesem Moment für sich nicht wirklich klären konnte: vor ihr stand dieser überaus gutaussehend Typ aus ihrer Klasse, den sie immer für den letzten Mistkerl gehalten hatte, eingebildet, arrogant und mit Sicherheit auf ihrer Liste der Menschen, denen man niemals trauen sollte, denen man aus dem Weg gehen musste, die einem das Leben zur Hölle machten konnten. Und jetzt stellte sich plötzlich ausgerechnet dieser miese Typ als derjenige heraus, der in der schlimmsten Zeit ihres Lebens für sie da sein sollte und dies auch noch absolut freiwillig tat? Da musste doch irgendein Haken sein.
Seite 82


Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Köpfchen.
So einfach ist es im Märchen. Es ist festgelegt, wer gut ist und böse. Jede Eigenschaft ist genau zugeordnet, sodass du jederzeit weißt, woran du bist. Es gibt sogar Wunder, die über alles erhaben sind. Der Frosch entpuppt sich als Prinz und das hässliche Entlein wird zum wunderschönen Schwan. 
Märchen mochte Amelie noch nie, denn sie erzählten nicht wirklich vom Leben, sonder führten ihr lediglich vor Augen, was in ihrem eigenen falsch lief.
Seite 138














Hier haben wir ein Buch das mich etwas sprachlos zurücklässt da ich einfach nicht weiß wie ich es bewerten soll.
Es handelt sich hier um eine Geschichte, die durchaus im reellen Leben so existieren kann - aber viel zu voll gepackt ist.
Gerade zum Schluss wirkt es sehr überfüllt und ich hatte oftmals das Gefühl dadurch zu entgleiten.

Aber trotzdem schafft die Autorin es mich zu fesseln und mich zum weiterlesen zu zwingen da sie einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil hat. Auch war ist er sehr bildlich und authentisch. 
Und dann kommt das Rätsel oder das Geheimnis der Geschichte die sich total wirr in meinem Kopf einnistet und gelöst werden möchte ...

Zur Geschichte gibt es zu sagen, dass sie sehr spannend ist - trotz der Überfüllung!
Es gibt kein Kapitel indem sich das Mörderkarussell nicht dreht und die Gefühle der Protagonisten nicht durchgewirbelt werden. Als Gesamtpaket kann die Storie punkten und lässt am Ende eigentlich null Fragen offen.
Die Protagonisten sind sehr überdreht, labil und gespalten - ALLE.
Amelie -Angel-  hat Probleme mit sich selbst und versteckt sich viel und oft hinter einer Sonnenbrille und tarnt sich mit einer Mütze, als ob dies sie unsichtbar machen würde. Außerdem ist sie sehr unerfahren und wechselt ihre Gefühlswelt sehr schnell so das mir schon ab und an schwindlig wurde.
Lennard -Striker- ist da eher der geradlinige Typ, der genau weiß was er möchte und ein großes Ziel vor Augen hat. Aber auch er ist eine sehr gespaltene Persönlichkeit dessen Stimmungsschwankungen einen ebenfalls sehr ins Wanken bringt.
Letztendlich konnte ich bis zum Schluss nicht einschätzen wie die Beiden ticken und ob es wirklich Liebe ist was sie letztendlich verbindet.

Die Storie nimmt hier ziemlich schnell Fahrt auf und schlägt in eine Richtung die man Anfangs nicht erahnen kann, auch wenn man spürt das hier etwas oberfaul ist. Das es sich letztendlich um ein Spiel mit einem sehr hohen Wetteinsatz handelt war für mich nicht vorhersehbar!
Allerdings gibt es einen Punkt in der Geschichte, die mir die Augen öffnete und ich ab da an immer die Vorahnungen oder auch den siebten Sinn hatte mit der ich immer richtig lag.

Ihr seht ich bin sehr zweigeteilt was dieses Buch anbelangt. So etwas gibt es bei mir selten - aber ich weiß einen weiteren Teil würde ich definitiv lesen!

Deshalb erhält Susanne Leaders mit ihrem Thriller hier von mir die goldene Mitte in der Bewertung in der Hoffnung das sie mich mit einer Fortsetzung endgültig von der Story überzeugen kann.





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