Sonntag, 18. Januar 2015

Amanda Maciel ✨✨ das wirst du bereuen

Quelle: BasteiLübbe

das wirst du bereuen
von Amanda Maciel

Hardcover -Jugenbücher
300 Seiten
ab 14 Jahren

ISBN: 978-3-414-82406-6

am 18.07.14 erschienen


14,99 € incl. Mehrwertsteuer






und noch eine Gastrezension für Euch den leider hat das Jugendbuch "das wirst du bereuen" mich auch nicht fesseln können. Und da zwei Meinungen immer besser sind als eine hat sich hier die liebe Ronja aus der Bücherstöberecke zu Wort gemeldet:







Emma Putnam ist tot. Die 16-jährige hat sich mit einem Kabel in der Garage ihrer Eltern erhängt. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen?
Mit dieser Frage sieht sich nun Sara Wharton konfrontiert, die aufgrund von mehreren Mobbingattacken gegen Emma bald vor Gericht stehen wird. So ergeht es auch Saras bester Freundin Brielle.

Dabei sind die Mädchen nicht der Meinung etwas Falsches getan zu haben, schließlich war es Emma, die sich an Saras Freund Dylan herangemacht hat. Zuerst begann alles ja auch ganz harmlos mit ein paar Kommentaren auf Facebook. Schließlich wusste ohnehin schon jeder an der High-School was Emma für ein Miststück war. Doch dann läuft plötzlich alles aus dem Ruder und plötzlich ist Emma Tod…







Der Leser wird sofort in die komplexe und teilweise chaotische Gefühlswelt von Sara geworfen  und wechselt immer wieder zwischen Rückblende und Gegenwart. Die aus Tätersicht beschriebenen Geschehnisse rund um Emma, Sara und Brielle bieten viel Raum zum Nachdenken. Deshalb fiel es mir auch schwer das Buch in einem Stück zu lesen. Ich habe immer wieder mehrere Pausen eingelegt, weil in meinem eigenen Kopf plötzlich dasselbe Wirrwarr entstanden war wie bei Sara selbst. 
Amanda Maciel erzählt eine authentische Geschichte, wie sie hundertfach in Amerika und wohl auch in Deutschland passieren kann.
Dennoch konnte mich das Buch nicht vollkommen überzeugen, denn viele Aussagen und Handlungen passieren einfach so und werden nicht weiter kommentiert. Weder von Sara noch von ihrer Mutter oder ihrer Anwältin. Während des Lesens habe ich mich des Öfteren dabei ertappt, wie ich dachte, richtig so, dass hat Emma verdient. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Gedanken, dann auch irgendwie wieder aufgelöst worden wären. Durch Überlegungen von Sara, wie sie stattdessen hätte Handeln können. Dass sie nicht anders gehandelt hat, sondern Emma immer weiter gemobbt hat, resultiert ja nun mal aus Saras bzw. aus Brielles Charakter. Dennoch wäre es schön gewesen, eine Art Auflösung im Buch zu haben. Es gibt zwar eine klitzekleine am Ende, aber diese ist beinahe zu überlesen. Auch durch das milde Strafmaß könnte bei einigen Lesern das Gefühl aufkommen, dass Mobbing nicht so schlimm ist. Ebenfalls wünschenswert wäre eine stärkere Beleuchtung von Emmas Hintergrundgeschichte gewesen. Man erfährt zwar einiges über ihr Leben bevor sie an die High-School von Sara wechselte, aber diese Informationen klären noch nicht vollständig darüber auf, wie es soweit kommen konnte, dass sie sich letzten Ende in der Garage ihrer Eltern das Lesen nimmt.
Allgemein bin ich mir nicht sicher, ob man das Buch nun als positiv oder negativ Beispiel für Jugendliteratur auffassen sollte. Denn gerade weil man sich beim Lesen dabei ertappt, dass man denkt Mobbing sei in dem Fall von Emma gerechtfertigt und sie hat das alles verdient , denkt man ja auch vermehrt darüber nach, wie man selbst in so einer Situation handeln würde und ob man es wirklich für richtig halten würde, wenn ein Mädchen an der eigenen Schule so behandelt werden würde. Und ein Buch, das den Leser so stark zum Reflektieren anregt, kann ja eigentlich nur ein positives Beispiel sein.
Weil die Geschichte dennoch teilweise falsch aufgefasst werden kann, finde ich die Altersempfehlung von 14 zu gering. Meiner Meinung nach wäre ein Alter von 16 empfehlenswerter, da ich mir nicht sicher bin, ob jüngere Leser wirklich in dem Maße über den Inhalt des Buches nachdenken würden, wie es meiner Meinung nach nötig ist.   







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