Donnerstag, 10. Januar 2013

Julia Mayer ✨✨ Old Souls I


Die Keime


Die Menschheit ist zerstört und hat das wichtigste verloren! 
Die Wiedergeburt wird verpestet von Keimen. Keimen in Form von Menschen, die verantwortlich für alles Geschehene gemacht werden. Avery ist solch ein Keim. Auf der Flucht vor Ihrer Familie und den Häschern schließt sie sich Skar an. Auf der Suche nach dem Ursprung des Überganges in die nächste Generation. Erst wenn sie gesplittert ist, wird sie wieder etwas sicherer sein! Aber wie splittert man? Da es sehr unterschiedlich abläuft und keine Altersbegrenzungen für die einzelnen Phasen gibt, begibt sie sich bei Ihrer Flucht auf eine Suche, geführt durch Ihre Träume. Diese Träume sind Seelensplitter aus vorherigen Leben und Ave hofft, so antworten auf Ihre Fragen zu erhalten. Trotz des Flüssigen und sehr bildlichen Schreibstils liest sich die Geschichte in der ersten Hälfte sehr schwer. Die vielen Anekdoten und Metaphern waren mir irgendwann zu viel des Guten und haben das Buch für mich sehr langatmig und einfach gähnend gemacht. Die eigentliche Geschichte, die hier meiner Meinung nach viel zu kurz behandelt wurde ist etwas Besonderes. Nur das ganze drum herum hat alles langweilig erscheinen lassen, gerade weil Ave nun einmal in dem Buch eigentlich nichts anderes tut als zu fliehen. Ich hätte mir mehr Tiefe und mehr Einzelheiten um die meiner Meinung nach eigentliche Geschichte gewünscht: 
- warum und weshalb es eigentlich so kam und nicht nur das Ergebnis
- ich mir mehr Input über die Phase im Einzelnen gewünscht
- über den generellen Sprung in die nächste Generation und
- über den Wandel der Seelen.
Letztendlich war das bisschen was man erfahren hat sehr verwirrend. Die Protagonisten könnten nicht unterschiedlicher sein! Ave ist ein Teenager, der früh seine Eltern und sein Heim verliert und auf der Suche nach dem Sinn Ihrer Träume auf Skar stößt. Anfangs lässt sie sich sehr unterdrücken und ordnet sich unter, einfach aus Angst plötzlich alleine zu sein! Diese Seite von Avery war mir so gar nicht sympathisch. Erst als sie mehr aus sich heraus kam, auch mal Kontra gab und Skar zu verstehen gegeben hat, das nicht nur Sie ihn, sondern auch er Sie braucht wurde sie interessant. Skar ist ein stoffeliger, angegrauter Mann der zu Recht oftmals allein da steht was ihm allerdings wohl auch gefällt. Obwohl er die ganze Zeit präsent war, lief er in der Geschichte eher nebenbei und stand Avery immer dann wenn er gebraucht wurde zu Seite. Aber das reichte leider nicht aus, ihn nur ansatzweise nett zu finden. Cash allerdings war von Anfang an ein Charakter der durch seine Schwächen geglänzt hat. Dies hat ihn ausgemacht und ihn zu meinem Liebling auserkoren. Aufgrund seines Verlustes und der daraus resultierenden Drogenabhängigkeit wurde er angreifbar und verletzbar! Und genau zu diesem Zeitpunkt trat Ave in sein Leben. Cosima war ein Charakter der aufgrund seines Status automatisch erst einmal in die falsche Sparte rückte. Mit der Zeit wurde sie allerdings immer netter und für mich eine, wenn nicht die Hauptfigur des ganzen Romans. Wenn Sie Ave nicht immer wieder aus der 
Schxxx geholt hätte, könnte man hier locker nach dem ersten Band einen Schlussstrich ziehen. Deshalb denke ich, dass sie uns bestimmt sehr lange in dieser Geschichte begleiten wird, denn wir reden hier immerhin von einem geplanten 8- Reiher! Zum heutigen Tage kann ich euch leider nicht sagen, ob ich gewillt bin dieser Geschichte eine weitere Chance zu geben. Dafür bin ich einfach zu zwei gespalten! Ich möchte schon wissen wie die Geschichte weitergeht, da einfach noch viele Fragen im Raum stehen und nach einer Antwort verlangen. Aber andererseits muss ich sagen, dass ich keine Lust mehr habe auf ein Buch, das eigentlich mehr fragen aufwirft als das er beantwortet! 
Deshalb heute hier nur 3 Sternchen für mich wert!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen